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Geschichte von Brislach


Die ältesten Kulturbelege stammen aus der Steinzeit, 40‘000 bis 4‘000 vor Christus. Die wildreiche Waldlandschaft ist das Lebensrevier der Höhlenbewohner, welche im Birs- und Lüsseltal guten Unterschlupf fanden. In den letzten Jahrhunderten der Epoche 4000 bis 1800 vor Christus liessen sich in unserer Region Menschen dauernd nieder. Diese sesshaft gewordene Bevölkerung betrieb Ackerbau und Viehzucht. Funde zeigten, dass das Laufenbecken schon vor der Römerkolonisation besiedelt worden war.

Um die Mitte des letzten Jahrhunderts fand man bei Brislach links der Lüssel, auf der Flur «Wolfen», ausgedehntes römisches Gemäuer, römische Ziegel und kleine Hufeisen. Beobachtungstürme wurden auf dem damals schwer zugänglichen Stürmenkopf (769 m, bei Wahlen) und auf dem Litschtel-Gupf (618 m, bei Brislach) errichtet. Eindeutig beweisen Mauerwerke, Fragmente von Leistenziegeln, Bruchstücke von gewöhnlichem Gebrauchsgeschirr sowie Münzen verschiedener Kaiser den römischen Ursprung.

Nach dem Jahr 1100 war die St. Margarethen-Kirche zu «Rohr» im unteren Lüsseltal an der Gemeindegrenze Breitenbach/Brislach neben den Klöstern Beinwil und Kleinlützel und der Laufener Martinskirche ein weiteres kulturell bedeutendes Zentrum. Bis 1803 diente sie den Gemeinden Brislach und Breitenbach als gemeinsame Pfarrkirche.

Neuzeit
1525 erhoben sich die Bauern von Stadt und Amt Laufen gegen den Fürstbischof und steckten das Kloster Lützel in Brand. Bei diesem Grossbrand ist die berühmte Klosterbibliothek, die eine der bedeutendsten von ganz Europa war, vernichtet woden. Die nächste Phase von einiger kulturlandschaftlicher Bedeutung fällt in die Zeit des Dreissigjährigen Krieges. Hungersnöte, Seuchen, Einquartierungen der kriegführenden Mächte und Brandschatzungen dezimierten die Bevölkerung und den Siedlungsbestand des bischöflichen Reichsgebietes. Brislach wurde von schwedischen Truppen besetzt, ausgeraubt und zuletzt, als sie nichts mehr vorfanden, verbrannt.

1802 ist Brislach zu einer selbständigen Pfarrei, durch Bischof Saurine von Strassburg, erhoben worden. Damals zählte Brislach rund 400 Einwohner und gehörte nach Ende der französischen Herrschaft zur Eidgenossenschaft und wurde dem Kanton Bern einverleibt.

Beim ersten Weltkrieg von 1914 bis 1918 mussten die Wehrpflichtigen des Laufentals dem Aufgebot sechsmal Folge leisten. Viele starben dabei an der Spanischen Grippe. Beim zweiten Weltkrieg von 1939 bis 1945 haben es die Brislacher trotz aller Widerwärtigkeiten durch alle Jahrhunderte verstanden, die Gemeindegrenzen zu halten. In einer alten Schrift im Staatsarchiv in Bern heisst es: «Die Brislacher wissen immer das Recht auf ihre Seite zu bringen» - das steht im Zusammenhang mit einem Waldkauf in der Gegend vom Bärenfels und Neuensteinhalden.

Neuste politische Entwicklung
In den 1970er und 1980er Jahren war das Laufental geprägt von wichtigen Entscheiden, die im Zusammenhang mit der Gründung des Kantons Jura fällig wur-den. Bei der Abstimmung vom 14. September 1975 entschieden sich die Laufentaler für einen Verbleib beim Kanton Bern unter Vorbehalt der Anschlussmöglichkeit an einen benachbarten Kanton. Bei den ersten Entscheidungen schied Basel-Stadt aus. In einer zweiten Abstimmung wurde der Kanton Baselland eindeutig zum Favoriten erklärt. Nun begannen die Vertragsverhandlungen und 1983 fand im Amtsbezirk Laufen die Abstimmung statt. Es wurde entschieden, dass das Laufental beim Kanton Bern verbleiben soll. Diese Abstimmung wurde von trennungswilligen Laufentalern angefochten, Begründung: der Kanton Bern habe den Berntreuen heimlich Geld zukommen lassen für die Abstimmungs-Propaganda. Das Bundesgericht entschied am 20. Dezember 1988, dass die Abstimmung wiederholt werden muss. So kam es am 12. November 1989 zu einer zweiten Abstimmung, wobei die Mehrheit der Stimmberechtigten für den Anschluss an den Kanton Baselland stimmten. Brislach hingegen stimmte für den Verbleib bei Bern. Die Befürworter eines Verbleibs beim Kanton Bern haben dann ihrerseits eine Abstimmungsbeschwerde eingereicht, welcher der bernische Grosse Rat stattgab. Dadurch wurde die Abstimmung vom November 1989 für ungültig erklärt. Dem stand nun aber eine staatsrechtliche Beschwerde beim Bundesgericht gegenüber. Am 13. März 1991 erklärte das Bundesgericht in Lausanne die Laufentaler Abstimmung vom November 1989 für gültig. Seit dem 1. Januar 1994 gehört somit die Gemeinde Brislach und das ganze Laufental zum Kanton Basel-Landschaft.


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